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Was ist das KGV und PEG bei Aktien?

Geschrieben von on 29. April 2012 – 20:02Kein Kommentar

Eine Aktie, häufig auch Anteilsschein genannt , ist ein Wertpapier, das einen Bruchteil des Grundkapitals einer Gesellschaft verbrieft. Man unterscheidet zwischen Stammaktien und Vorzugsaktien, zwischen Inhaberaktien und Namensaktien, Nennbetragsaktien und Stückaktien, oder zwischen jungen Aktien und alten Aktien. Werbung

Das Aktienrecht erscheint vielen Personen unergründlich. Dennoch versuchen immer mehr Deutsche ihr Gehalt durch Aktienkäufe und Spekulationen an der Börse aufzubessern. Wer Aktien erwerben will, und damit auch Gewinne erzielen will, der sollte sich aber zumindest ein bisschen mit den Börsenzahlen  auskennen. Daher wird im folgenden erläutert um was es sich bei KGV und PEG handelt.

 

Beispiele und Erklärung zum Kurs-Gewinn-Verhältnis

 

Das Kürzel KGV bedeutet nichts anderes als Kurs-Gewinn-Verhältnis und stellt eine Beziehung dar, zwischen dem aktuellen Kurs einer Aktie, und dem Gewinn, entweder des letzten Geschäftsjahres, oder des kommenden Geschäftsjahres. Das heißt also, es bezieht sich immer entweder auf einen feststehenden Wert, oder aber auf einen zukünftigen, wahrscheinlich zu erwartenden Schätzwert. Um das KGV zu erhalten, teilt man also den Kurs einer Aktie durch den Gewinn der Aktie. Anhand eines konkreten Beispiels würde das folgendermaßen aussehen:

Der Kurs einer Aktie liegt derzeit bei 100 Euro. Der Gewinn, in diesem Beispiel des vorangegangenen Geschäftsjahres, betrug für diese eine Aktie 5 Euro. So berechnet sich das KGV folgendermaßen:

KGV = 100/5                      Das ergibt einen Wert von 20. Das KGV dieser Aktie liegt also bei 20.

Berechnen wir nun das KGV anhand einer Schätzung des Gewinns für das kommende Geschäftsjahr. Für das kommende Geschäftsjahr wird nun ein Gewinn von nur noch 2 Euro erwartet. Die Rechnung lautet also folgendermaßen:

KGV = 100/2                      Das ergibt einen Wert von 50. Das KGV der Aktie liegt nun bei 50.

Daraus lässt sich sehr leicht ersehen, je höher das KGV, desto schlechter ist der Gewinn, der voraussichtlich mit dieser Aktie erzielt werden kann. Das KGV gibt einem außerdem an, in wie viel Jahren sich der Kauf der Aktie bezahlt gemacht hat, wenn man von einem Wiederverkauf der Aktie absieht. Das wäre im ersten Fall, dem Beispiel mit dem niedrigeren KGV also in 20 Jahren. Im zweiten Fall, dem Beispiel mit dem höheren KGV wäre dies jedoch erst nach 50 Jahren.

So einfach diese Berechnung jedoch erscheint, darf man dabei einige wichtige Kriterien nicht außer Acht lassen. Man muss beachten, dass Gewinne des kommenden Geschäftsjahres immer nur Schätzungen darstellen, die keinesfalls der Realität entsprechen müssen. Daher ist natürlich auch das KGV nur ein geschätzter Wert.  Und deshalb wird beim Aktienkauf häufig noch eine weitere Vergleichszahl herangezogen, das PEG.

 

Ist das PEG wichtig

 

Das PEG ist ein Kürzel, der aus dem Englischen kommt. Es bedeutet: Price-Earnig-to-Growth-Ratio. Auf deutsch wäre das, das Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis. Das PEG berechnet sich daher aus dem oben beschriebenen KGV, und einem zu erwartenden prozentualen Gewinnwachstum. Anhand eines konkreten Beispiels bedeutet das also:

Das KGV einer Aktie hat den Wert 50, Analysten sagen dieser Aktie nun für die nächsten drei Jahre ein Gewinnwachstum von 20 Prozent jährlich voraus. Die Berechnung des PEG würde dann folgendermaßen lauten:

PEG = 50/20                       somit erhalten wir einen Wert von 2,5 für das PEG.

Gehen wir nun vom gleichen KGV aus, aber einer jährlichen Gewinnprognose von ganzen 25 Prozent, so erhält man nach folgender Berechnung:

PEG = 50/25                       einen Wert von 2 für das PEG.

Je niedriger also das PEG, desto besser.

Für den Aktienkauf darf ein PEG zwischen 1 und 2 als normal angesehen werden. Ein PEG, das kleiner als 1 ist, ist sehr gut. Wichtig ist aber auch hierbei, dass es sich bei dem prognostizierten jährlichen Gewinnwachstum in Prozent, nur um einen geschätzten Wert handelt, der mit Vorsicht zu genießen ist, da er von mehreren Faktoren abhängig ist. Denn in die Zukunft schauen kann schließlich niemand. Bild Tony Hegewald  / pixelio.de

Geschrieben von Simon P.

Simon P ist ein noch junger Experte wenn es um Versicherungen und Finanzierungen geht. Vor allem der Bereich von Wissen auf dem Parkett ist seine Welt.

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